Content SEO - was ist ein SEO Text

Vielen schwirrt der SEO-Text als völlig überladener und mit Keywords vollgestopfter Text durch den Kopf. Dies beruht auf die frostigen Urzeiten des SEO, als man dachte so einen Vorteil zu bekommen. Aber Keyword-Stuffing wird mittlerweile von Google (und auch anderen Suchmaschinen wie Youtube, Facebook und co) abgestraft.
Also was ist ein SEO-Text?

Grundsätzlich ist ein SEO-Text nämlich eigentlich nur genau das, was sein Name aussagt: Ein suchmaschinenoptimierter Text. In anderen Worten: Ein Text, der darauf ausgelegt ist, (auch) von Suchmaschinen wie Google verstanden und als gut befunden zu werden.

Versteht man den Begriff „SEO-Text“ als genau das, was er eigentlich bedeutet, wird auch klar, warum die Art des Contents dabei völlig irrelevant ist. Eine Produktbeschreibung, eine Pressemitteilung, ein Content-Marketing-Inhalt, ein Kategorietext usw. können beziehungsweise sollten so geschrieben sein, dass die Suchmaschinen sie verstehen können. Denn nur dann können sie auch potenziell gut ranken.

Ein SEO-Text ohne Keywords ist kein SEO-Text – so weit, so klar. Dementsprechend sollte man die fokussierten Keywords im Content verwenden – wenn man beim Schreiben versucht, den bestmöglichen Text für Nutzer zu verfassen, geschieht das ganz automatisch.
Man kann schlichtweg keinen Text über Zimmerpflanzen schreiben, ohne „Zimmerpflanzen“ zu verwenden, allerdings sollte man diese Keywords auch nicht übertrieben oft verwenden.

Keyworddichte / Keyword Density

Dieser Text hat 100 Wörter und enthält 10x „Hundehütte“. Die Keyworddichte beträgt also 10%

Die sogenannte „Keyworddichte“ oder „Keyword Density“ ist die relative Häufigkeit, wie oft ein Keyword im Verhältnis zum Rest des Inhalts vorkommt. Früher galt die Keyworddichte als ein Rankingfaktor bei Google. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei!

Rund um Hundekekse scheinen Texte vor allem Zutaten und Rezepte zu enthalten. Häufig scheinen diese Kekse aus Haferflocken zu bestehen – das lässt zumindest dieser Screenshot aus RYTE das vermuten.

Abgelöst wurde die Keyworddichte von WDF * IDF. 2012 gab es dazu einen richtigen Hype in der SEO-Welt als Karl Kratz diese Formel „wiederentdeckte“. Vereinfacht gesagt berechnet diese Formel, wie sich Dein Text im Vergleich zu anderen Texten zum gleichen Thema beziehungsweise Keyword verhält und welche weiteren Keywords in diesem Themenzusammenhang in welchem Verhältnis vorkommen sollten. Klingt kompliziert? Ist es auch. Zum Glück gibt es Tools wie termlabs.io, den Content Success von RYTE, textanalyse-tool.de oder XOVI.

Die WDF * IDF-Analyse kann Dir dabei helfen, wichtige Begriffe für Deinen SEO-Text zu finden. So kannst Du Schlagwörter herausfiltern, die in einem Text zum Thema „Hundekekse“ relativ häufig vorkommen, aber nicht in jedem Text im Web zu finden sind. „Und“ kommt zum Beispiel häufig in Texten zu Hundekeksen vor, aber eben auch in allen anderen Texten. Dagegen kommen Worte wie „Zutaten“, „Rezepte“, „Haferflocken“ und „Leckerlis“ sinngemäß eher nur in einem Text vor, der sich um Hundekekse dreht.

Und wie geht das jetzt mit den Keywords?

Schreibe Keyword-bewusst, aber schreibe in erster Linie für den Nutzer! Dabei gelten folgende Regeln:

  • Verwende Deine Keywords in allen Textabschnitten und, wo sinnvoll, in Überschriften.
  • Verwende auch Synonyme Deiner Keywords.
  • Verwende die Keywords aber nicht zwanghaft und nicht zu oft.
  • Grammatikalische Anpassungen und notwendige Füllwörter wie Präpositionen sind erlaubt.
  • Schöner Schreibstil und Nutzerfreundlichkeit schlägt Keyword-Verwendung!

Keywords in Auszeichnungen und Listen

John Müller schreibt, dass Bots ausgezeichnete (also gefettete) Keywords „might like“, aber dass sie vor allem die Usability für Nutzer verbessern.  Benutze also  Listen und Auszeichnungen. Allerdings vor allem aus den folgenden drei Gründen:

  1. Sie lockern Deinen Text auf.
  2. Sie helfen Deinen Nutzern dabei, die wichtigsten Informationen schnell zu erfassen.
  3. Sie bleiben besser im Gedächtnis.

Dadurch entstehen wiederum positive Nutzersignale und diese wirken sich positiv auf das Ranking aus!

Bilder können Content dabei helfen, besser zu ranken. Als technische Grundlage für einen SEO-Text gilt: Wenn Du Bilder einbindest, dann verwende als ALT-Attribut das Keyword – sofern Dein Keyword auf dem Bild zu sehen ist. Weiters sollten die Keywords im bildumgebenden Text – also zum Beispiel in Bildunterschriften – eingesetzt werden. Übrigens: Auch die Dateinamen sollten das jeweilige Keyword enthalten, also zum Beispiel: seo-text-beispiel.jpg

Aufbau eines SEO-Textes

Deine Überschriftstruktur sollte logisch sein. Das bedeutet, die Hauptüberschrift Deines Textes ist via html als <h1> ausgezeichnet – davon gibt es auch nur eine. Dein Buch hat schließlich auch nicht zwei Titel, oder?
Darauf folgen dann eine oder mehrere <h2>. Wird ein Absatz unter einer <h2> thematisch noch einmal aufgegliedert, folgen eine oder mehrere <h3>.

Überschriften zählen zu den relevantesten Bereichen Deines SEO-Textes. Sie dienen den Suchmaschinen, aber auch den Nutzern zum schnellen Einordnen Deines Contents zu einem Thema: Ist er relevant oder nicht? In den Überschriften solltest Du also auch Deine Keywords verwenden. Aber Vorsicht! Wenn Du die Wahl hast zwischen der Verwendung von Keywords in der Überschrift und einer für den Leser ansprechenden Überschrift, dann wähle immer letzteres! Idealerweise vereint eine Überschrift natürlich beide Punkte.

In einen guten (SEO-)Text gehören Absätze – auch hier dient das vor allem der Strukturierung und damit der Lesbarkeit für den Nutzer. Ein weiteres Werkzeug für einen gelungenen Text sind Sprungmarken. Sie ermöglichen es Deinen Nutzern in einem Text zu bestimmten Ankern zu springen. Sprungmarken haben allerdings noch ein nicht zu verachtendes SEO-Potenzial:

Es besteht die Möglichkeit, dass sie in den Suchergebnissen auftauchen, wie hier bei Otto bei der Suchanfrage „Schuhe online kaufen“:

 

Ausklappbare Texte sind sehr beliebt: Bieten sie Deinen Nutzern doch einen sehr guten Überblick über Deine Inhalte. Außerdem können sie so sehr viel schneller über Deine Seite navigieren. Vor allem für mobile Nutzer ist das sehr wichtig. Trotzdem gilt: Deine wichtigen Inhalte sollten auf dem Desktop nicht „versteckt“ werden – Google straft diese Inhalte zwar nicht ab, jedoch werden sie unter Umständen als weniger wichtig eingestuft.

Die richtige Länge eines SEO-Textes kommt ganz auf die Suchanfrage und die Suchintention an: Naturgemäß brauchen informationsorientierte Suchanfragen häufig einen längeren Text als klar transaktionsorientierte.

Generell gilt folgende Faustregel: Ein Text sollte so lang wie nötig, aber so kurz wie möglich sein. Das bedeutet, dass ich zwar alle Fragen rund um meine Suchanfrage bestmöglich in meinem Content abdecken sollte, jedoch nicht anfangen darf zu „schwafeln“ – nur um die Länge meines Textes auf 500 statt 300 Wörter auszudehnen..

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Thomas Wohlmuth
CEO Unicorn SEO

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