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WEB ANALYTICS - Google Analytics - Teil 2

Hit Count per Month

Die kostenlose Analytics Version erlaubt im Normalfall maximal 10 Millionen Hits pro Monat (= Anzahl der Tracking Requests für Seitenaufrufe, Ereignisse, Transaktionen und Timing Tracking). Wenn die Website eine größere Anzahl an Tracking-Hits generiert, muss eigentlich auf die kostenpflichtige Version gewechselt werden. Google selbst scheint aber relativ locker mit dieser Regelung umzugehen.  Allerdings ist das Sampling der kostenlosen Version in diesem Fall ein ziemlich störender Faktor. Die kostenpflichtige GA360 Version wird in sogenannten Tiers angeboten – verschiedenen Preisstufen in Abhängigkeit des monatlichen Hit-Counts. Die Kosten richten sich somit nach dem Traffic Volumen der jeweiligen, mit dem Account getrackten Websites.

Sampling

Um eine schnelle Darstellung von Reports im Web-Interface (bzw. auch über die API – Application Programming Interfaces) zu gewährleisten, verwendet Google Analytics das sogenannte Sampling. Hierbei handelt es sich um eine Stichprobenerhebung mit anschließender Hochrechnung der Statistiken. Das Sampling selbst funktioniert zwar in vielen Fällen problemlos, dennoch führt es oft auch zu Verwirrung und Problemen, wenn man exakte Statistiken abrufen möchte. Die Schwellwerte für das Sampling liegen bei der kostenlosen Analytics Version sehr viel niedriger als bei GA360 (500k Sitzungen vs. 100 Mio. Sitzungen für den ausgewählten Zeitraum). Gerade wenn man eine Website mit viel Traffic analysiert, kann das Sampling oft sehr störend sein.

 

Custom Dimensions and Metrics

Benutzerdefinierte Dimensionen können dazu verwendet werden, zusätzliche Informationen mit den Tracking Daten zu speichern und Statistiken anhand eigener Wünsche zu segmentieren. Sie können auf Hit, Session, Benutzer oder Produkt-Ebene definiert werden. Benutzerdefinierte Metriken hingegen erlauben die Erfassung von zusätzlichen, selbst definierten Messwerten auf verschiedenen Ebenen. Beide Features zusammen machen Google Analytics zu einer sehr flexiblen Tracking-Plattform. Während die kostenlose Google Analytics Version die Definition von jeweils 20 benutzerdefinierten Dimensionen und Metriken erlaubt, ist das Limit bei GA360 zehnmal so hoch – bei jeweils 200 Dimensionen und Metriken.

Processing Time Guarantee

Im Gegensatz zur kostenlosen Google Analytics Version bietet GA360 ein Service-Level-Agreement (SLA), welches Garantien für die Aktualität der Statistiken in Analytics (maximal 4h alte Daten), die Verfügbarkeit des Systems oder auch den Support bei Problemen beinhaltet. Der Support wird entweder durch Google selbst gewährleistet oder die jeweilige, als Reseller auftretende, Agentur.

Big Query Export

Eines der interessantesten GA360 Features ist der BigQuery Export. Hierbei werden die nach Sitzungen gruppierten Tracking Rohdaten in BigQuery zur Verfügung gestellt, sodass man diese für tiefergehende Analysen beispielsweise in externen BI (Business Intelligence) Tools nutzen kann. Es gibt zwei mögliche Export Einstellungen: Entweder werden die Daten auf Tagesbasis exportiert, wobei es zusätzlich mehrere Intraday-Exports gibt, oder die Daten werden als Streaming-Export bereitgestellt (quasi fast live). Im zweiten Fall stehen aber weniger Daten zur Verfügung, da diese zum Zeitpunkt des Streamings noch nicht vorhanden sind.

RollUp Report

Mit Hilfe den in GA360 verfügbaren Roll-Up Properties hat man die Möglichkeit, die Daten aus mehreren Quell-Properties zusammengeführt in einer Property zu betrachten. So können beispielsweise die Daten von einzelnen Länder-Websites bzw. GA Properties über eine Roll-Up Property zusammengeführt betrachtet und ausgewertet werden. Hierbei können die benutzerdefinierten Dimensionen und Metriken aus den Quell-Properties mit einem Mapping in die Roll-Up Property übertragen werden. In Bezug auf die, für die Kosten relevanten, Tracking Hits zählen diese bei der Roll-Up Property nur zur Hälfte.

Data Driven Attribution

Zusätzlich zu den bereits in der kostenlosen Google Analytics Version verfügbaren, einfachen Attributionsmodellen bietet GA360 ein datenbasiertes Attributionsmodell an. Hierbei versucht der dahinterstehende Algorithmus den Beitrag der einzelnen Touchpoints auf das gewünschte Zielvorhaben bzw. die Transaktion zu ermitteln, um so den realen Beitrag der Werbekanäle besser beurteilen zu können. Das in GA360 vorhandene datengetriebene Attributionsmodell betrachtet allerdings nur maximal vier Touchpoints vor einer Conversion.

Unsampled Report

Auch wenn GA360 einen wesentlich höheren Schwellwert für das Sampling bietet, so kann es doch auch hier vorkommen, dass ein Standard-Report nur mit einem Sampling ausgegeben wird. Um in diesem Fall exakte Daten zu erhalten, bietet GA360 als zusätzliches Feature sogenannte Unsampled Reports an. Der Report wird hierbei angefordert und nach kurzer Zeit zur Ansicht bzw. zum Download bereitgestellt.

Zeilen pro Report

Während die kostenlose Analytics Version in einem Report im Web-Interface oder über die API maximal 50.000 Zeilen zurückgibt, bietet GA360 mit bis zu 3 Millionen Daten-Zeilen eine wesentlich größere Anzahl. Somit lassen sich mit einem Report sehr viel mehr Daten ausgeben und analysieren.

Zeilen pro Report

Während die kostenlose Analytics Version in einem Report im Web-Interface oder über die API maximal 50.000 Zeilen zurückgibt, bietet GA360 mit bis zu 3 Millionen Daten-Zeilen eine wesentlich größere Anzahl. Somit lassen sich mit einem Report sehr viel mehr Daten ausgeben und analysieren.

Query Time Data Import

Mit dem Query Time Data Import bietet GA360 eine zusätzliche Möglichkeit, um Daten in Analytics anzureichen bzw. externe Daten in Analytics einzuspielen. Beim normalen Import von Daten in Analytics werden die importierten Daten erst ab dem Zeitpunkt des Imports, quasi beim Auftreten von dazugehörigen Tracking-Hits, in die View-Datenbank geschrieben (mit Ausnahme des Cost-Uploads). Der Query Time Data Import erlaubt jedoch den Upload von Daten, die erst bei der Ansicht eines Reports mit GA Daten, zusammengeführt und angezeigt werden. Sehr interessant ist dieses Feature auch in Verbindung mit der Definition von Zielgruppen. So kann man beispielsweise anhand der BigQuery Export Daten eigene Zielgruppen extern segmentieren und anschließend über den Query Time Data Import in GA einspielen, sodass diese wiederum in Google Ads oder DV360 für Targeting verwendet werden können.

GTM 360

Mit der Lizensierung von Google Analytics 360 erhält man automatisch auch die 360-Version des Google Tag Managers. Diese erweiterte Version des Google Tag Managers bietet ein paar nützliche Enterprise Features und zudem ebenfalls ein Service-Level-Agreement (SLA).

Advanced Analysis (beta)

Seit einiger Zeit bietet GA360 die Beta-Version eines zusätzlichen Reporting Tools namens „Advanced Analysis“ (in Deutsch „Erweiterte Analyse“). Mit Hilfe des Advanced Analysis Tools lassen sich auf einfache Weise Statistiken in drei Report-Typen visualisieren: Exploration, Funnel und Segment Overlap. Insbesondere der Segment Overlap Report bietet hierbei eine zusätzliche Funktionalität, die mit anderen im GA Web-Interface vorhandenen Features nicht abbildbar ist.

Custom Tables

Das GA360 Feature der Custom Tables dient dazu, selbst definierte Reports, die öfters abgerufen werden, ohne Sampling direkt im Web-Interface darzustellen. Man definiert einfach die gewünschten Dimensionen und Metriken in einem Custom Table und dieser wird dann im Anschluss automatisch im Hintergrund, immer ohne Sampling für den Abruf, aktuell gehalten. Somit hat man schnellen Zugriff auf die gewünschten exakten Statistiken.

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